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Topinambur

auch Erdsonnenknolle, Diabetikerkartoffel… genannt

 

Topinambur ist ein altes und leider fast vergessenes sehr vielseitiges Gemüse.

Neben vielen Bezeichnungen ist sie auch als Indianerknolle bekannt. Der Name Topinambur wurde vom indianischen Volk der Tupinambá aus Brasilien abgeleitet.

Früher galt Topinambur als „Armeleuteessen“.

Topinamburknollen sind ein wirkliches Multitalent in der Küche, man kann sie sehr vielseitig genießen. Sie können wie Kartoffeln gekocht, gebraten, gedünstet, frittiert, als Chips, geröstet, als Puffer oder gebacken gegessen werden. Auch für Suppen, Eintöpfe, Gratins und Aufläufe sind sie als Kartoffelersatz sehr lecker. Anders als die Kartoffel bzw. Süßkartoffel kann Topinambur auch roh gegessen werden, einfach im Salat oder nur so als leckeres und knackiges frisches Gemüse.

Manche Sorten sind wegen der unebenen Oberfläche schwer zu schälen, es genügt aber die Knolle unter fließendem Wasser sauber abzubürsten. Die sehr dünne Schale kann man bedenkenlos mitessen.

Ihre Verwendungsvielfalt geht bis hin zum Schnapsbrennen, als Mehl gemahlen (nach Trocknung) oder geröstet als Kaffeeersatz. John Seymour schwärmt in seinen Büchern von einem sehr leckeren Tollen Wein, den man aus Topinamburknollen machen kann.

In Europa wartet die äußerst ertragreiche Pflanze, jede Wurzel bildet bis zu 40 essbare Knollen, leider noch auf ihre Wiederentdeckung.

Die Pflanze der mehrjährigen Knolle wird bis zu drei Meter hoch und sieht aus wie eine kleine Sonnenblume. Die Triebe selbst sind einjährig und sterben im Herbst ab. Aus einer Knolle bilden sich mehrere verzweigte Pflanzen. Die Stängel und Blätter sind relativ rau und behaart. Die Blütezeit von Topinambur liegt zwischen August und November. Die Knolle überwintert ohne Probleme im Boden. Die Knollen können so groß wie Kartoffeln werden, ihre Schale ist im Gegensatz zu Kartoffeln fein und dünn. Die Knollen ertragen in der Erde Frost bis ca.-25 Grad.

Von Juni bis Oktober bilden die Pflanze an den unterirdischen Ausläufern Knollen aus, aus denen im nächsten Frühjahr neue Pflanzen wachsen. Geerntet wird von November bis März/April, vor dem Neuaustrieb der Knollen. Im Gegensatz zu Kartoffeln verträgt die Topinamburknolle Frost, solange sie im Boden ist. Um auch bei Frost ernten zu können, kann die Erde mit Stroh oder Laub bedeckt werden.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von Topinambur wird in Mexiko vermutet. Heute ist die Art im zentralen und östlichen Nordamerika sowie in Mittelamerika verbreitet und gilt als Kulturpflanze der Indianer aus vorkolumbianischer Zeit.

Topinambur wird auch heute wieder in einigen Gärten als Nahrungs- und Futtermittel angebaut.

Topinambur ist anspruchslos und stellt keine großen Anforderungen an seinen Standort, wobei auch nährstoffarme Böden genutzt werden können. Besonders geschätzt werden vollsonnige Standorte, Topinambur fühlt sich aber auch im Halbschatten wohl.

Die Neupflanzung erfolgt im Frühjahr. Die Knollen sollten ca.10-15 cm tief gelegt werden.

Topinambur benötigt nur zu Kulturbeginn etwas Pflege durch die Unkrautbekämpfung. Danach überwuchert und verdrängt die Pflanze das Unkraut, so dass es keine ertragsmindernde Rolle mehr spielt. Insgesamt wird Topinambur nur von wenigen Krankheiten und Schädlingen befallen.

Topinambur kann übrigens auch getrocknet und in Form von Pellets als Brennstoff genutzt werden. Ca. 3 kg Topinamburkrautpellets entsprechen einer Heizleistung von 1 kg Heizöl.

Die Knollen sind besonders bei Diabetikern beliebt, da sie zu 16 % aus Kohlenhydraten in Form des Mehrfachzuckers Inulin bestehen.

Topinambur wird auch gern als Mittel zur Gewichtsreduzierung angewendet. Topinambur gibt es inzwischen dafür als Kautablette oder Getränk, das vor der eigentlichen Mahlzeit eingenommen, in Verbindung mit Wasser durch Aufquellen im Magen das Hungergefühl dämpfen soll.

Die Knolle enthält Betain, Cholin und Saponine, die als hemmend gegen Krebs angesehen werden.

 
 

 

 
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